Seckle Daniels Laufblog

3Sep/100

Schnelle Einheiten

Seit gut zwei Wochen trainiere ich wieder schnelle Einheiten und auch den Trainingsplan habe ich wieder hervorgeholt. Nach 3-4 Monaten ohne Vorgaben und mit kaum einem schnellen Training macht es mir riesen Spass.

Das Selbstvertrauen für schnelle Einheiten ist noch nicht ganz da. Momentan schaue ich bei einem Intervall nach jedem schnellen Abschnitt auf die Uhr und überprüfe die Abschnittszeit. Früher war das anders, ich bin nach Gefühl gerannt, wusste dass ich gut unterwegs bin und hab die Auswertung erst am Schluss zuhause am PC angeschaut.

Ein weiterer Unterschied ist, dass ich mich wieder vermehrt damit beschäftige, wo ich renne. Bei "Lust und Laune" Trainings lief ich spontan, wohin ich gerade Lust hatte. Wenn ich aber ein Intervall oder Tempotraining mache, will ich das auf einer flache Strecken absolvieren. So kann ich meine Zeiten vergleichen und den Fortschritt verfolgen.

Ich habe vor eine Reihe von kurzen Läufen als gute Trainingseinheiten zu absolvieren. Der Rütilauf folgt bereits morgen Samstag. Als Höhepunkt im Herbst hab ich mir den Frauenfelder Halbmarathon vom 21. November vorgenommen.

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19Aug/100

Wieder am Laufen

Inzwischen habe ich mich vom K78 erholt. Ganz so schnell und problemlos wie manche sagen, war es bei mir aber nicht. Ich würde sagen, die Erholungszeit ist änlich wie bei einem Marathon. Die Muskeln und Gelenke wurden etwas anders belastet, so hatte ich z.B. mit der Wadenmuskulatur nach dem K78 kaum Probleme. Bei einem Marathon wo ich auf Asphalt über 42.195km alles gebe, sieht das anders aus.

Jetzt ist aber alles wieder im Lot. Trotzdem gehe ich das Laufen momentan sehr locker an. Ich brauche nach einem strengen Wettkampf einfach etwas länger bis ich wieder im Schwung bin und möchte auch keine Verletzung riskieren. Meine Motiviation kann ich am besten zügeln, indem ich das grosse "Bild" anschaue. Bei mir wäre das ein Frühlingsmarathon nächstes Jahr. Also gibt es momentan kein Grund jetzt eilig wieder schnelle Trainings zu absolvieren und etwas zu riskieren.

Im September und Oktober werde ich den einen oder anderen Wettkampf (z.B. Züri Lauf Cup) nutzen um wieder etwas in Form zu kommen. Gut möglich, dass ich bereits am Samstag 4. September am Rütilauf teilnehme. Ich rechne nicht mit einer schnellen Zeit, aber die Standordbestimmung gibt mir sicherlich Motivation für die kommenden Monate.

Heute bin ich noch auf folgende Seite gestossen mit Bildern von vergangenen Adidas Werbekampagnen. Die meisten Bilder sind für Läufer alltag würde ich sage! ;-)

Runners, Yeah We're Different!

adidas_pipiadidas_vasilin

Weitere Bilder zu dieser Werbekampagne vom Jahr 1999/2000 gibt es hier.

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1Aug/102

Rennbericht K78 SwissAlpine 2010

k78_zielAm Vorabend vor dem Start war ich relativ nervös. 78.5 km und +-2260 Höhenmeter, auf was hab ich mich da eingelassen, waren die Gedanken. Im Vorfeld habe ich eine Richtzeit-Tabelle für mich erstellt (Siehe unten). Die Endzeit habe ich nicht schlecht eingeschätzt, doch die Abschnittszeiten stimmten nicht ganz.

Ich bin schneller als geplant losgelaufen. Das lag daran, dass mir empfohlen wurde nicht zu langsam zu starten, denn einen Einbruch werden alle haben. Also warum vor dem Einbruch zu stark schonen! Mein Einbruch kam ca. bei Kilometer 45. Mein Magen spielte verrückt und ich konnte keinen Schritt mehr rennen, so starke Magenkrämpfe verspürte ich. Mit meinem Motto "Just for Fun" war zu diesem Zeitpunkt auch fertig. Unter "Just for Fun" verstand ich nicht mit Schmerzen zu rennen und so wanderte ich den ganzen Weg zur Keschhütte hoch. Auch wenn das Terrain es zwischendurch erlaubt hätte zu laufen war mir die Lust dazu vergangen. 2 Kilometer vor dem höchsten Punkt (Keschhütte 2635 m.ü.M) hatte jemand mit mir Erbarmen und spendierte mir ein Cola Fläschli. Durch das Cola konnte ich mich vollständig erholen und als ich auf der Keschhütte war, ging für mich das Rennen ein zweites Mal los. Ich lief den Rest der Strecke problemlos und ohne weitere Zwischenfälle ins Ziel nach Davos. Das war ein besonderes Erlebnis, sich von einer Krise so erholen zu können.

Vom Gigathlon hab ich gelernt mich gut auf die Hitze einzustellen und so konnten mir die hohen Temperaturen nicht mehr viel ausmachen. Für ein weiteres Mal muss ich mir aber einen Plan für meine Magenverträglichkeit zurechtlegen. In Bergün, wo die K78 Teilnehmer einen Gepäcksack deponieren können würde ich auf jedenfall auch Cola einpacken. Insgesamt war der K78 ein riesen Erlebnis. Im Gegensatzt zu einem Städtemarathon wo es um Sekunden geht hat man auf einer so langen Strecke Zeit für einen Schwatz und an den Verpflegungsstationen darf man sich ruhig auch etwas ausruhen. Mit meiner Einstandszeit von 7:15h bin ich auch sehr zufrieden. Momentan weiss ich aber noch nicht, ob ich mich dieser Prüfung erneut stellen möchte.

k78time

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13Jul/100

Gigathlon 2010

Spontan bin ich über das Wochenende für einen verletzten Läufer am Gigathlon 2010 in Thun eingesprungen. Bisher hatte ich diesem Event nicht grosse Beachtung geschenkt, doch seit meiner Teilnahme muss ich gestehen, dass ich dies einen tollen Anlass finde und wohl nicht das letzte mal dabei war.

gigathlon

Ich war im ODLO-Top-Team als Läufer dabei. Wir hatten ein sehr starkes Team und kamen am Schluss auf den fünften Schlussrang in der Team-Of-Five Kategorie. Mit meiner Leistung war ich aber nicht zufrieden. Der Lauf am Samstag über 31 km mit ca. 900 Höhenmeter bei sehr heissen Temperaturen hat mich total "ausgesteinlet". Teilweise torkelte ich nur noch vor mich hin und nur mit Mühe und einer enttäuschenden Zeit lief ich die Strecke zu Ende. Die Strapazen sah man mir wohl noch lange an und ich denke, dass ich mich vom Hitzeschlag auch am Sonntag noch nicht vollständig erholt hatte. Die Strecke am Sonntag war aber einiges versöhnlicher für die Läufer (19 km, ca. 300 Höhenmeter) und so gelang der Lauf den Umständen entsprechend recht anständig.

Gelernt habe ich vor allem auch für den in etwas mehr als 2 Wochen stattfindenen Swiss Alpine Marathon K78:

  • Da ich die Strecke am K78 nicht kenne, werde ich sehr verhalten starten. Etwas langsamer als an einem Longjog, wohl um die 5 min/km.
  • Ich habe mir eine leichte Tächlikappe gekauft. Diese will ich an den Verpflegungsstationen ins Wasser eintauchen lassen und so einen kühlen Kopf bewahren.
  • Eventuell teste ich noch mit dem T-Shirt herum. Die Wahl steht zwischen Eng oder Singlet-Shirt. Der Vorteil eines engen Shirts sehe ich, dass rübergeschüttetes Wasser den Körper etwas besser kühlen kann.
  • Unbedingt die Anzahl und Abstände der Verpflegungsposten merken und notfalls selber etwas mitnehmen (z.B. Trinkgurt)

Mein Training für den Swiss Alpine Marathon ist sozusagen abgeschlossen. Diese Woche erhole ich mich mehrheitlich noch von den Strapazen vom Gigathlon. Nächste Woche bin ich in den Ferien am Wandern und dann folgt die letzte Woche vor dem K78. Ich denke, dass ich trotz den lockeren letzten Tage bereit sein werde für den K78. Mein Ziel ist es den Anlass zu geniessen und dafür bin ich fit genug.

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5Jul/100

Sommerhitze

Die letzte Woche habe ich nur zwei Lauftrainings gemacht. Das erste am Dienstag mit einer Laufgruppe in Winterthur im gemütlichen Tempo und das zweite am Freitag. Wieder einmal wollte ich von Rapperswil nach Winterthur laufen und das ausgerechnet am Freitagnachmittag bei glühender Hitze. Die Temperatur kletterte bis auf 35°C und die Ozonkonzentration war bei 180ug/m3. Alles andere als ideale Werte, daher schaute ich wie weit ich kommen würde.

Bis Wetzikon (13 km) lief es noch einigermassen gut aber dann wurde es immer schwieriger. Der Puls war gut 10 bis 15 Schläge höher als gewohnt. In Faichrüti am Pfäffikersee ca. 20 km dann die grosse Erlösung in Form eines Brunnens. Nach der Erfrischung wollte ich es noch bis Illnau schaffen, aber es wurde immer strenger. Zuerst ein kratzen im Hals und dann langsam und immer stärkere Atemprobleme. Die letzten Kilometer bis Illnau konnte ich nur noch Oberflächig Ein- und Ausatmen. War ich froh, als ich endlich beim Bahnhof Illnau ankam. Das nächste Mal werf ich zuerst einen Blick auf die Webseite www.ostluft.ch und mach mich schlau über die Ozonkonzentration. Ich brauchte mehrere Stunden um mich von diesem Lauf zu erholen, so ein Desaster will ich nicht nochmals erleben.

Viel erfolgreicher war dafür mein Longjog von heute Montag. Bei etwas kühleren Temperaturen startete ich in Wald (ZH), lief zur Wolfsgrueb hoch, über die Höchhand, dann auf den höchsten Punkt im Kanton Zürich das Schnebelhorn 1'292 m ü. M, dann auf die Hulftegg, nach Gfell und irgendwie nach Wila. Rund 34 km mit +/- 1200 Höhenmeter in ca. 3 Stunden und mir gings die ganze Zeit prima. Es ist also nicht meine Form, die mich derzeit im Lauftraining einschränkt sondern eher die Sommerhitze.

Zwischen Schindelberg und Gfell lief ich dem Züri Oberland-Höhenweg Wanderweg entlang. Dieser hat die Nr 69 und geht über rund 70 km von Rapperswil nach Winterthur. Ich werde sicherlich wieder einmal ein Teilstück davon laufen.

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