Blog ist eingestellt

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Ich wollte schon seit einiger Zeit diesen Blog schliessen, da ich nach gut 7 Jahren „bloggen“ die Motivation verloren habe. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen und dieser Blog ist ab sofort nur noch als Archiv öffentlich zugänglich. Wer weiterhin gerne online in Kontakt bleiben möchte oder den sportlichen Aktivitäten von mir folgen möchte, der möge doch auf Twitter oder Strava folgen. Ich möchte mich bei allen Kommentatoren/Kommentatorinnen über die letzten Jahre bedanken. Euer Feedback hat mich immer gefreut.

Sportliche Grüsse,
Daniel

Tour de Suisse Challenge – Cornercard City Circle

Tour de Suisse Challenge

Über einen Wettbewerb bin ich zu einem Gratisstart an der Tour de Suisse Challenge gekommen. Konkret für das 4. Rennen am Cornercard City Circle in Bern. Die Tour de Suisse Challenge besteht aus vier Einzelrennen. Ein Gesamtklassement über alle Rennen gibt es nicht. Es wird jeweils auf der selben Strecke wie die richtige Tour de Suisse gefahren, einfach nicht an allen Tagen (deshalb nur vier Rennen) und häufig über eine kürzere Distanz. Die vier Einzelrennen teilten sich wie folgt auf: Zeitfahren in Rotkreuz von 5.1 km, erneut in Rotkreuz über 81.1 km, den Abstecher nach Sölden über 50.7 km mit 2033 Höhenmeter sowie dem letzten Rennen von Bern wo es zwei Runden an 38.7 km zu bewältigen gab (Total 77.4 km), mit insgesamt 956 Höhenmeter.

Höhenprofil

Höhenprofil – 4. Rennen, Cornercard City Circle, Bern

Das Format der Challenge Tour ist für jeden Hobbyfahrer machbar. Ich fahre nur ab und zu meinen Arbeitsweg von Winterthur nach Zürich (rund 25 km pro Weg). Im Jahr komme ich vielleicht auf 1500 Kilometer. Mit diesem Pensum war ich bestens gerüstet für das Rennen. Da es aber mein erstes Rennrad Rennen war, bin ich eher vorsichtig gefahren und wollte einfach den Plausch haben.

Untertorbrücke über die Aare kurz vor dem Aargauerstalden und dem Ziel

Untertorbrücke über die Aare kurz vor dem Aargauerstalden und dem Ziel

Auf der ersten Runde war die Strasse noch nass und ich konnte einen Sturz beobachten. Auf den ersten Kilometer war ich deshalb sehr vorsichtig in den Kurven. Ich betrachtete es auch als Vorteil, den selben Rundkurs zweimal zu absolvieren. Das zweite Mal traute ich mich die Kurven aggressiver zu fahren. Aber auch wenn man die Strecke nicht kennt, konnte man in den Kurven ein gewisses Risiko nehmen. Bei jeder Kurve oder an jedem Kreisel hatte es Streckenposten mit Pfeife und Signalkellen, welche einem den Weg weisten oder auf das Hindernis aufmerksam machten. Egal ob man ambitioniert oder nur zum Spass mit fährt, bei einer so gut gesicherten Strecke war das Feeling auf der Strasse einfach genial. Ich bin definitiv das nächste Jahr wieder dabei und dann sicherlich bei mehr als nur einem Rennen. Die Stimmung auf der Strecke mit den Zuschauern oder unter den Fahrern war auch sehr gut. Nach 2:32:35h bin ich ins Ziel gekommen, was zum 227 Gesamtrang reichte (334 Klassierte). Ich hoffe für den Veranstalter, dass die Challenge Tour ein Erfolg wird. Für mich als Teilnehmer steht bereits fest, dass dies ein sportliches Highlight des Jahres war.

10 km am Winterthur Marathon

winterthur

Vor 6 Wochen bin ich am City Run (teil des Zürich Marathon) sehr gute 9.8 km gelaufen. Kurz darauf habe ich mit einem Start über 10 km am Winterthur Marathon „geliebäugelt“. Ich habe auch wöchentlich eine schnelle Trainingseinheit absolviert und stand heute eigentlich recht gut Vorbereitet am Start.

Ich wollte die 10 km unter 36 Minuten laufen. Das ist mindestens ein Kilometerschnitt von 3:36 min/km. Wenn man bedenkt, dass ich am City Run in Zürich einen Schnitt von 3:34 min/km lief, sollte das ja eigentlich eine einfache Sache sein. Die Schwierigkeit in Winterthur ist jedoch, dass es ca. 80 Höhenmeter zu bewältigen gibt und ein grosser Teil auf Waldwegen gelaufen wird. Ausserdem ist auch die Temperatur sommerlich warm. Mir war also durchaus bewusst, dass es vielleicht mit dem anvisierten Ziel nicht klappen könnte.

Zielsprint (Quelle: Alphafoto)

Zielsprint (Quelle: Alphafoto)

Schon kurz nach dem Start bildete sich eine fünfer Spitzengruppe, gefolgt von ein paar Läufern mit mir. Die ersten beiden Kilometer lief ich in einem Schnitt von 3:30 min/km. Eigentlich ist das zu schnell, denn die ersten 6 Kilometer gehen immer leicht bergauf. Nach zwei Kilometer war mir das dann auch klar und ich drosselte meine Tempo ein wenig. Bei Sennhof (Kilometer 5.4) war mein Schnitt auf 3:40 min/km gestiegen. Jetzt war mir eigentlich schon klar, dass es mit den 36 Minuten wohl nicht klappen würde, denn nach Sennhof folgt noch der grösste Aufstieg auf den Semerbuck. Dort angekommen war mein Schnitt auf 3:45 min/km geklettert. Ich hoffte auf den letzten 4 Kilometer bergab wieder etwas Zeit gutmachen zu können. Ich hatte das Glück, über die gesamte Strecke immer einen Konkurrenten um mich herum zu haben. Das hat mich sicherlich noch etwas mehr angetrieben trotzdem schaffte ich heute keinen Exploit. Im Ziel lief ich in 36:40 Minuten ein (Schnitt 3:40 min/km). Das reichte zum 7. Gesamtrang und zum ausgezeichneten 2. Rang in meiner Alterskategorie (30-39 jährige).

Trotz guter Vorbereitung hat es zur anvisierten Zeit nicht gereicht. Nach einer ersten Analyse kann es nicht am Einsatz gelegen haben. Sowohl Durchschnitts- wie Maximalpuls waren an diesem Lauf höher als noch in Zürich. Etwas enttäuschend waren aber auch die letzten zwei Kilometer wo ich auf Asphalt wirklich alles gegeben habe. Ausserdem gehts dort insgesamt wohl um die 10 Höhenmeter runter. Trotzdem war ich in diesem Abschnitt nicht schneller als 3:34 min/km. Ich vermute die hohen Temperaturen haben mich heute einfach gehindert schneller zu laufen. Erstaunt war ich im Ziel auch über meine körperliche Verfassung. Normalerweise hole ich mir im Training schon steinharte Waden. Nach dem heutigen Lauf fühlen sich meine Beine aber immer noch sehr gut an. Das ist wohl der Vorteil der warmen Temperaturen.

Quervelo

ritcheylogo

Erst kürzlich war in einer Fit for Life Ausgabe ein Bericht über Quervelos drin (Siehe auch Online Artikel). Angeblich gewinnt Quervelo fahren an Popularität. Ich bin auf den Quervelo Geschmack jedoch dank einer Diskussion mit Urs Gerig gekommen. Ich glaube, ich wäre von alleine gar nicht auf die Idee gekommen, dass das etwas für mich ist.

Ich fahre aktuell regelmässig mit meinem alten Francesco Moser Rennvelo zur Arbeit. Ab und zu gibt es auch ein paar Ausfahrten am Wochenende. Seit ich in Winterthur wohne, benutze ich mein Fully Bike aber kaum mehr. Ich vermisse hier längere Trailabfahrten. Nur um auf Kies- und Waldwegen zu fahren, mit dem einen oder anderen Single-Trail, braucht man kein Fully und so benutze ich mein Bike halt kaum mehr. Das Quervelo füllt nun diese Lücke. Mit dem Quervelo kommt man nicht nur sehr rasch voran, es fährt sich auch angenehm auf Wald- und Kieswegen. Falls ich zufälligerweise vor einem Single-Trail stehe oder einer kurzen Treppe, dann kann ich diese Hürde mit dem Quervelo auch gut meistern. Für die Gegend Rund um Winterthur scheint mir ein Quervelo gerade zu ideal.

Das neue Ritchey Quervelo

Das neue Ritchey Quervelo

Ich durfte heute mein Ritchey Quervelo in Zürich abholen. Ich bin über den Zürich Zoo gefahren Richtung Stettbach Bahnhof. Bereits im Wald Richtung Stettbach habe ich mich ein erstes Mal verfahren und nahm dann einen Single-Trail um schnell wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Anders als mit dem Rennvelo fuhr ich nachher nicht auf der Strasse, sondern von Stettbach dem Chriesbach entlang bis nach Wangen bei Dübendorf. Dann über den Wangenerwald nach Effretikon. Seit der Stadt Zürich musste ich nicht einmal halten sondern konnte auf Kies- oder Nebenwegen dem Verkehr ausweichen. Eine ganz neue Erfahrung! Ab Effretikon fuhr ich dem Planeten Wanderweg entlang nach Ottikon. Von da nach Kemleten, zum Golfplatz, Reitplatz und nach Winterthur in die Stadt. Das meiste auf Wald- und Kieswegen.

Ich bin mir sicher, dass ich noch lange Spass an diesem Quervelo haben werde.

Wanderwege lassen sich einfach meistern mit einem Quervelo

Wanderwege lassen sich einfach meistern mit einem Quervelo

Zürich CityRun 2015

zuerilaufcup

Vor ein paar Wochen habe ich eine Erinnerung vom Zürich Marathon erhalten, dass ich schon sieben Mal teilgenommen habe und dass ich mich immer noch für den Zürich Marathon anmelden könne. Mein aktuelles Lauftraining ist recht bescheiden, deshalb entschloss ich mich für den CityRun. Früher wurde der CityRun als 10 km Lauf beworben. Ich Wirklichkeit ist er 9.7 oder 9.8 km. Man findet beide Angaben. Mein Ego hat deshalb entschieden, dass er 9.8 km ist 😉

Mein Lauftraining in den letzten zwei Monate war recht bescheiden. Aktuell verwende ich rubiTrack 4 Pro (Mac OS X) für meine Laufsportdaten. Die Grafik zeigt die gelaufenen Kilometer der letzten zwei Monate. Die farbliche Darstellung zeigt die Intensität der zurückgelegten Distanz. Das Programm teilt jeden gelaufenen Meter in diese Stufen ein. Schnelle Einheiten sind rot und na ja, die gab es nicht gerade oft. An eine schnelle Einheit letzte Woche kann ich mich gar nicht erinnern und auch in rubiTrack finde ich keine. Ich vermute, dass alles unter 4:20 min/km bereits als „rot“ eingestuft wird.

training

(rubiTrack 4) Lauftraining der letzten zwei Monaten

Für den CityRun habe ich mit einem Schnitt von 3:45 min/km gerechnet. Das ist sogar etwas langsamer als an meinem letzten Lauf (Silversterlauf), aber ich bin seither auch weniger gelaufen. Diese Woche war von der Vorbereitung her aber ganz gut. Ich habe am Dienstag ein paar schnelle Kilometer gemacht und mich seither gut erholt.

Start CityRun

Start CityRun

Ich reihte mich in vordersten Reihe ein und konnte nach dem Start ein gutes Anfangstempo aufnehmen. Der erste Kilometer war in 3:30 min/km sehr schnell. Nach etwa zwei Kilometer läuft man auf den TeamRun auf und kurze Zeit später auf die Marathonis. Glücklicherweise war ich ab Kilometer drei in einer 3er Gruppe und wir konnten uns den Weg durch die Massen zusammen suchen. Meistens liefen wir ganz links oder ganz rechts. Oft leider mit etwas Umwegen in den Kurven aber anders kam man an den Läuferscharen nicht vorbei. Bei jedem Pacemaker war ein schnelles vorbeikommen fast nicht möglich. Nochmals richtig eng wurde es bei der ersten Übergabestelle des TeamRuns. Die Läufer suchten ihre Gspändli und ich bin auf dem letzten Kilometer und will das Tempo verschärfen. Trotz allem Slalomlaufen und Bremsmanövern ist Zürich eine schnelle Strecke da total flach und mit langen Geraden. Es zeichnete sich schon nach den ersten Kilometern ab, dass ich ein gutes Rennen laufen würde und mit der Schlusszeit von 35:05 Minuten war ich natürlich super zufrieden. Diese Zeit hat zum 4ten Kategorienrang gereicht! Das ich so weit nach vorne Laufen würde, hätte ich auch nicht gedacht.