Seckle Daniels Laufblog

19Aug/100

Wieder am Laufen

Inzwischen habe ich mich vom K78 erholt. Ganz so schnell und problemlos wie manche sagen, war es bei mir aber nicht. Ich würde sagen, die Erholungszeit ist änlich wie bei einem Marathon. Die Muskeln und Gelenke wurden etwas anders belastet, so hatte ich z.B. mit der Wadenmuskulatur nach dem K78 kaum Probleme. Bei einem Marathon wo ich auf Asphalt über 42.195km alles gebe, sieht das anders aus.

Jetzt ist aber alles wieder im Lot. Trotzdem gehe ich das Laufen momentan sehr locker an. Ich brauche nach einem strengen Wettkampf einfach etwas länger bis ich wieder im Schwung bin und möchte auch keine Verletzung riskieren. Meine Motiviation kann ich am besten zügeln, indem ich das grosse "Bild" anschaue. Bei mir wäre das ein Frühlingsmarathon nächstes Jahr. Also gibt es momentan kein Grund jetzt eilig wieder schnelle Trainings zu absolvieren und etwas zu riskieren.

Im September und Oktober werde ich den einen oder anderen Wettkampf (z.B. Züri Lauf Cup) nutzen um wieder etwas in Form zu kommen. Gut möglich, dass ich bereits am Samstag 4. September am Rütilauf teilnehme. Ich rechne nicht mit einer schnellen Zeit, aber die Standordbestimmung gibt mir sicherlich Motivation für die kommenden Monate.

Heute bin ich noch auf folgende Seite gestossen mit Bildern von vergangenen Adidas Werbekampagnen. Die meisten Bilder sind für Läufer alltag würde ich sage! ;-)

Runners, Yeah We're Different!

adidas_pipiadidas_vasilin

Weitere Bilder zu dieser Werbekampagne vom Jahr 1999/2000 gibt es hier.

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1Aug/102

Rennbericht K78 SwissAlpine 2010

k78_zielAm Vorabend vor dem Start war ich relativ nervös. 78.5 km und +-2260 Höhenmeter, auf was hab ich mich da eingelassen, waren die Gedanken. Im Vorfeld habe ich eine Richtzeit-Tabelle für mich erstellt (Siehe unten). Die Endzeit habe ich nicht schlecht eingeschätzt, doch die Abschnittszeiten stimmten nicht ganz.

Ich bin schneller als geplant losgelaufen. Das lag daran, dass mir empfohlen wurde nicht zu langsam zu starten, denn einen Einbruch werden alle haben. Also warum vor dem Einbruch zu stark schonen! Mein Einbruch kam ca. bei Kilometer 45. Mein Magen spielte verrückt und ich konnte keinen Schritt mehr rennen, so starke Magenkrämpfe verspürte ich. Mit meinem Motto "Just for Fun" war zu diesem Zeitpunkt auch fertig. Unter "Just for Fun" verstand ich nicht mit Schmerzen zu rennen und so wanderte ich den ganzen Weg zur Keschhütte hoch. Auch wenn das Terrain es zwischendurch erlaubt hätte zu laufen war mir die Lust dazu vergangen. 2 Kilometer vor dem höchsten Punkt (Keschhütte 2635 m.ü.M) hatte jemand mit mir Erbarmen und spendierte mir ein Cola Fläschli. Durch das Cola konnte ich mich vollständig erholen und als ich auf der Keschhütte war, ging für mich das Rennen ein zweites Mal los. Ich lief den Rest der Strecke problemlos und ohne weitere Zwischenfälle ins Ziel nach Davos. Das war ein besonderes Erlebnis, sich von einer Krise so erholen zu können.

Vom Gigathlon hab ich gelernt mich gut auf die Hitze einzustellen und so konnten mir die hohen Temperaturen nicht mehr viel ausmachen. Für ein weiteres Mal muss ich mir aber einen Plan für meine Magenverträglichkeit zurechtlegen. In Bergün, wo die K78 Teilnehmer einen Gepäcksack deponieren können würde ich auf jedenfall auch Cola einpacken. Insgesamt war der K78 ein riesen Erlebnis. Im Gegensatzt zu einem Städtemarathon wo es um Sekunden geht hat man auf einer so langen Strecke Zeit für einen Schwatz und an den Verpflegungsstationen darf man sich ruhig auch etwas ausruhen. Mit meiner Einstandszeit von 7:15h bin ich auch sehr zufrieden. Momentan weiss ich aber noch nicht, ob ich mich dieser Prüfung erneut stellen möchte.

k78time

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