Erlebnislauf CRUX 2012
Letztes Jahr habe ich einen Longjong bis zum Roten und dann hinunter nach Steg gemacht. Dieses Jahr hatte ich die bessere Ausrüstung und keine Termine mehr für den Rest des Tages und so wollte ich solange mitlaufen wie ich Lust dazu hatte.
Bereits in Kollbrunn hatte es etwas Schnee. Vielleicht ein ungutes Zeichen, denn ich fand während den ersten Kilometern, dass es viel mehr Schnee als letztes Jahr hatte. Ich lief zusammen mit Paolo los, der die Strecke letztes Jahr zuende lief und dies auch in diesem Jahr vor hatte! Ich wollte sicherlich bis zur Hulftegg mitlaufen und evtl. auch etwas weiter. Maximal habe ich mir Chrüzegg ausgedacht, aber das würde mit den Schneemengen zusammenhängen die wir vorfinden würden.
Trotz des Schnees war es auch dieses Jahr bis zur Hulftegg ein Longjog, sprich man konnte rennen! Im Restaurant in der Hulftegg stärkten wir uns mit Apfelstrudel mit Vanille-Crème und einer heissen Schoggi
Danach gings weiter bis zum Roten. Rauf auf das Schnebelhorn war dann schon eine etwas anstrengendere Sache (Bild: Paolo auf dem Schnebelhorn) . Jetzt war immer wieder Schneestampfen bis zu den Hüften angesagt. Von der Schindelberghöchi bis zum Restaurant Schindelberg war es total mühsam. Wir brauchten teilweise bis zu 20min pro Kilometer. Es war wie Schneeschuhlaufen mit den Turnschuhen! Die Zeitangaben auf den Wanderwegweisern mussten wir nach oben korrigieren. Es war der Zeitpunkt beim Restaurant auf 1154m, wo ich mich entschied aufzuhören. Zur Chrüzegg auf 1314m wollte ich mir nicht mehr antun. Paolo lieft von da an selber weiter und ich versuchte zur Hand und dann nach Hinter-Goldigen zu laufen.
Den Weg in der total veschneiten Landschaft zu finden stellte sich als schwierig heraus. Ich dachte, ich wäre wo total anders und so irrte ich eine halbe Stunde im Tobel herum (siehe Kartenausschnitt unten), bis ich wieder zurück auf den richtigen Weg fand!
Endlich bei Hand 1003m angekommen, war ich dann schnell in Hintergoldingen wo ich den Bus nahm und mich auf den Heimweg machte. Nach 44km und etwas mehr als 6 Stunden war mein Abenteuer zu Ende. Es war eine verrückte Geschichte und ich habe grossen Respekt vor allen, welche wie Paolo wohl noch bis ans Ende liefen. Nächstes Jahr bin ich sicherlich wieder dabei, doch bis zur Chrüzegg oder weiter werde ich es nur mit weniger Schnee wagen.





Februar 1st, 2012 - 21:01
Cool! Wenn du den Lauf am nächsten Samstag hättest machen müssen, wären wohl deine beiden Getränkeflaschen ohne Frostschutzmittel hoffnungslos eingefroren..
Februar 1st, 2012 - 21:05
Du sagst es! Ich hatte das Gefühl, wir hätten es schlecht getroffen mit dem Wetter resp. vielen Schnee. Aber dieses Wochenende wäre es wohl noch schlimmer
Aber ich war ja nicht der einzige Spinner. Der offizielle Race-Report hat ein paar tolle Bilder verlinkt: http://www.swisspeakperformance.com/wpcrux/?p=64