Schnelle Einheiten
Seit gut zwei Wochen trainiere ich wieder schnelle Einheiten und auch den Trainingsplan habe ich wieder hervorgeholt. Nach 3-4 Monaten ohne Vorgaben und mit kaum einem schnellen Training macht es mir riesen Spass.
Das Selbstvertrauen für schnelle Einheiten ist noch nicht ganz da. Momentan schaue ich bei einem Intervall nach jedem schnellen Abschnitt auf die Uhr und überprüfe die Abschnittszeit. Früher war das anders, ich bin nach Gefühl gerannt, wusste dass ich gut unterwegs bin und hab die Auswertung erst am Schluss zuhause am PC angeschaut.
Ein weiterer Unterschied ist, dass ich mich wieder vermehrt damit beschäftige, wo ich renne. Bei "Lust und Laune" Trainings lief ich spontan, wohin ich gerade Lust hatte. Wenn ich aber ein Intervall oder Tempotraining mache, will ich das auf einer flache Strecken absolvieren. So kann ich meine Zeiten vergleichen und den Fortschritt verfolgen.
Ich habe vor eine Reihe von kurzen Läufen als gute Trainingseinheiten zu absolvieren. Der Rütilauf folgt bereits morgen Samstag. Als Höhepunkt im Herbst hab ich mir den Frauenfelder Halbmarathon vom 21. November vorgenommen.
Wieder am Laufen
Inzwischen habe ich mich vom K78 erholt. Ganz so schnell und problemlos wie manche sagen, war es bei mir aber nicht. Ich würde sagen, die Erholungszeit ist änlich wie bei einem Marathon. Die Muskeln und Gelenke wurden etwas anders belastet, so hatte ich z.B. mit der Wadenmuskulatur nach dem K78 kaum Probleme. Bei einem Marathon wo ich auf Asphalt über 42.195km alles gebe, sieht das anders aus.
Jetzt ist aber alles wieder im Lot. Trotzdem gehe ich das Laufen momentan sehr locker an. Ich brauche nach einem strengen Wettkampf einfach etwas länger bis ich wieder im Schwung bin und möchte auch keine Verletzung riskieren. Meine Motiviation kann ich am besten zügeln, indem ich das grosse "Bild" anschaue. Bei mir wäre das ein Frühlingsmarathon nächstes Jahr. Also gibt es momentan kein Grund jetzt eilig wieder schnelle Trainings zu absolvieren und etwas zu riskieren.
Im September und Oktober werde ich den einen oder anderen Wettkampf (z.B. Züri Lauf Cup) nutzen um wieder etwas in Form zu kommen. Gut möglich, dass ich bereits am Samstag 4. September am Rütilauf teilnehme. Ich rechne nicht mit einer schnellen Zeit, aber die Standordbestimmung gibt mir sicherlich Motivation für die kommenden Monate.
Heute bin ich noch auf folgende Seite gestossen mit Bildern von vergangenen Adidas Werbekampagnen. Die meisten Bilder sind für Läufer alltag würde ich sage!
Runners, Yeah We're Different!
Weitere Bilder zu dieser Werbekampagne vom Jahr 1999/2000 gibt es hier.
Gigathlon 2010
Spontan bin ich über das Wochenende für einen verletzten Läufer am Gigathlon 2010 in Thun eingesprungen. Bisher hatte ich diesem Event nicht grosse Beachtung geschenkt, doch seit meiner Teilnahme muss ich gestehen, dass ich dies einen tollen Anlass finde und wohl nicht das letzte mal dabei war.
Ich war im ODLO-Top-Team als Läufer dabei. Wir hatten ein sehr starkes Team und kamen am Schluss auf den fünften Schlussrang in der Team-Of-Five Kategorie. Mit meiner Leistung war ich aber nicht zufrieden. Der Lauf am Samstag über 31 km mit ca. 900 Höhenmeter bei sehr heissen Temperaturen hat mich total "ausgesteinlet". Teilweise torkelte ich nur noch vor mich hin und nur mit Mühe und einer enttäuschenden Zeit lief ich die Strecke zu Ende. Die Strapazen sah man mir wohl noch lange an und ich denke, dass ich mich vom Hitzeschlag auch am Sonntag noch nicht vollständig erholt hatte. Die Strecke am Sonntag war aber einiges versöhnlicher für die Läufer (19 km, ca. 300 Höhenmeter) und so gelang der Lauf den Umständen entsprechend recht anständig.
Gelernt habe ich vor allem auch für den in etwas mehr als 2 Wochen stattfindenen Swiss Alpine Marathon K78:
- Da ich die Strecke am K78 nicht kenne, werde ich sehr verhalten starten. Etwas langsamer als an einem Longjog, wohl um die 5 min/km.
- Ich habe mir eine leichte Tächlikappe gekauft. Diese will ich an den Verpflegungsstationen ins Wasser eintauchen lassen und so einen kühlen Kopf bewahren.
- Eventuell teste ich noch mit dem T-Shirt herum. Die Wahl steht zwischen Eng oder Singlet-Shirt. Der Vorteil eines engen Shirts sehe ich, dass rübergeschüttetes Wasser den Körper etwas besser kühlen kann.
- Unbedingt die Anzahl und Abstände der Verpflegungsposten merken und notfalls selber etwas mitnehmen (z.B. Trinkgurt)
Mein Training für den Swiss Alpine Marathon ist sozusagen abgeschlossen. Diese Woche erhole ich mich mehrheitlich noch von den Strapazen vom Gigathlon. Nächste Woche bin ich in den Ferien am Wandern und dann folgt die letzte Woche vor dem K78. Ich denke, dass ich trotz den lockeren letzten Tage bereit sein werde für den K78. Mein Ziel ist es den Anlass zu geniessen und dafür bin ich fit genug.
Podcast
Mein langer Arbeitsweg von Winti nach Rappi von gut einer Stunde zwingt mich die Zeit sinnvoll zu nutzen. So lese ich immer mal wieder ein Buch oder höre ein Podcast.
Neben dem Angebot vom SF/DRS wie Focus, DOK, leichter leben höre ich vor allem Marathontalk von Martin Yelling und Tom Williams. Wöchentlich erscheint eine Episode, momentan sind wir bei Episode 23. Alle Episoden sind brilliant. Besonders interessant sind die Interviews. Dabei spielt es keine Rolle ob Superstars wie Paula Radcliffe, Mara Yamauchi, Ryan Hall oder Sammy Wanjiru interviewt werden oder die vielen anderen Personen. Zum Beispiel fand ich Episode 6 mit Alex Vero auch super. Hab mir daraufhin sein Dokumentarfilm "Running to the Limits" gekauft, wo er als übergewichtiger anfängt zu Laufen mit dem Ziel sich für die Olympischen Spiele 2008 zu qualifizieren! Jede Episode hat so viele interessanten Infos. Ich weiss nicht mehr welche Episode es war, welche mich auf das Buch von Charlie Speeding "from last to first" gebracht hat. Auch ein tolles Buch. Wenn Du also pro Woche Zeit hast für 1h bis 1:30h, dann kann ich Marathontalk nur empfehlen.
Kloten Flughafenlauf
Ein Monat ist seit dem Zürich Marathon vergangen. Danach schwebe ich üblicherweise für ein paar Wochen auf Wolke sieben, so dass ich sofort wieder laufen möchte. Nach nur einer Woche Pause fing ich wieder mit leichtem joggen an und dachte schon an die nächsten Wettkämpfe allen voran den Winterthur Halbmarathon. Mein Körper lies mich aber spüren, dass er noch nicht bereit war für schnelle Trainings. So hatte ich nochmals gut eine Woche pausiert und bin seither vor allem Teilstücke meines Arbeitsweges von Winterthur nach Rapperswil gelaufen. Als nächstes Ziel möchte ich die ganze Strecke (ca. 40km) auf einmal bewältigen, aber das ist eine andere Geschichte.
Spontan habe ich mich heute morgen nach Kloten begeben um am Flughafenlauf teilzunehmen. Ich dachte schon, dass ich wohl der einzige Nachanmeldeläufer sein werde, aber nicht so, das verregnete Wetter scheint uns Läufern nichts auszumachen und es gab etliche Nachanmeldungen. Auf der Hinfahrt hab ich mir überlegt, was wohl für ein Resultat heraus schauen könnte, all zu viel erwartete ich nicht. Ich hoffte aber auf einen Kilometerschnitt von 3:40 min/km.
Um 10:00 Uhr startete das Rennen für die Männerkategorien M20, M30 und alle Frauenkategorien über die 17 km. Erstaunlicherweise war die Spitzengruppe nicht so gross. Vor mir liefen nur gerade 9 Läufer! Ich lief etwas zu schnell an und fand meinen Rythmus erst bei Kilometer 4. Inzwischen war sowohl nach vorne und nach hinten eine grosse Kluft und so lief ich mein eigenes Rennen. Je länger das Rennen lief desto langsamer wurde ich. Zum Glück war das kein Marathon! Bei Kilometer 16 wurde ich dann noch von einem Läufer eingeholt aber ich lief zufrieden mit einer Zeit von 1:01:49,0 ins Ziel (Schnitt 3:38 min/km).
Die nächsten zwei Tage werde ich nur jeweils ein kurzes Footing machen und am Sonntag geht es dann an den Start des Winterthurer Halbmarathons. Ich hoffe, dass ich dort mit einem 3:45 min/km Schnitt einlaufen kann.
Meiner Laufform würde es gut tun wieder etwas strukturierter zu trainieren. Wie gesagt, bis zum heutigen Tag waren alles nur "lockere Dauerläufe" seit dem Zürich Marathon. Da ich aber momentan gar keine Wettkampfziele habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich dazu motivieren kann. Vielleicht laufe ich nochmals 1-2 Monate nach Lust und Laune weiter und schau dann nochmals!




