Seckle Daniels Laufblog

5Mai/133

Sola Stafette

Vor 10 und 11 Jahren bin ich das letzte Mal die Strecke 5 von Felsenegg nach Buchlern gerannt. Meine Bestzeit vor 10 Jahren war 1:00:37h, eine Zeit die ich eigentlich locker verbessern sollte. Doch mit der Prellung vom letzten Mittwoch war ich mir am Start nicht einmal sicher, ob ich das "Ding" überhaupt zu Ende laufen kann. Auf ein Aufwärmen verzichtete ich, weil ich mir nicht vorstellen konnte, schneller als einen lockeren Trabschritt zu rennen. Ich hoffte, dass das Ganze mit etwas Adrenalin zu bewältigen wäre. In meiner Situation war es ein Vorteil in einem Team ohne Ambitionen zu starten, da wäre mir auch niemand böse, sollte ich ein paar Minuten länger unterwegs sein.

Der erste Kilometer lief ich noch locker. Die Prellung schränkte mich vor allem am Anfang ein. Dann ging es einen steilen Zick-Zack Kieselweg den Hang hinunter. Innerhalb weniger als 800 Meter wurden 140 Höhenmeter vernichtet. Schnell rennen konnte man dieses Teilstück nun wirklich nicht und es sollte nicht das letzte schwierige Teilstück bleiben. In der Fläche ging es dann 2 Kilometer flach weiter. Da viel mir auf, dass ich wie ein Pferd keuchte. Das bin ich mir normalerweise von mir nicht gewöhnt. Ich hoffe, das ist ein vorübergehendes Phänomen der Prellung! Bei der nächsten Steigung viel mir ein Läufer auf, zu dem ich immer etwa die gleiche Distanz hielt. Ich versuchte zu diesem Läufer aufzuschliessen. Nur wenig später war dies dann auch geschafft, dafür war ich die folgenden Kilometer ziemlich am Anschlag, büsste also für meinen Effort ein. Trotzdem wurden die restlichen Kilometer dann ein tolles Erlebnis. Es war einfach nur "geil" zu zweit diese Laufstrecke durchzulaufen. Er pushte mich sicher mehr als ich ihn und auf der Schlussgerade zur Übergabe gab es nochmals einen tollen Sprint.

Quelle: http://sportrait.com

Quelle: http://sportrait.com

Die Schlusszeit von 53:26min hätte ich mir nicht erträumen lassen. Auf meiner Uhr hatte ich zwar nur 13.8km (3:56min/km) anstatt 14.04km (3:48min). Aber die Zahlen spielten keine grosse Rolle. Der Lauf hat einfach super Spass gemacht und ich war sehr zufrieden. Nur das Aufwärmen hätte ich besser nicht ausgelassen. Der heutige Muskelkater ist jedenfalls deftig!

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11Sep/123

Pilatus Trail

Den freien Montagnachmittag (Knabenschiessen) habe ich mit einem traumhaften Trail-Run vergoldet. Ich nahm in Zürich um 12:05 den Zug nach Luzern. In Luzern zog ich mich um, verstaute meine Sachen in einem Schliessfach und fuhr weiter nach Stansstad. Um 13:30 Uhr ging es in Stansstad los Richtung Pilatus.

Mein Minimalziel waren die 11 km auf den Pilatus (1750 Höhenmeter). Falls ich auf dem Pilatus kurz erholt vor 16 Uhr wieder laufbereit wäre, würde ich noch die Strecke über das Mittaggüpfi nach Gfelle in Angriff nehmen (ca. 13 km).

Ausser den ersten paar Minuten, wo man noch die Autobahn hört, fühlte ich mich sofort wie in den Ferien. Die ersten 5 Kilometer bis zum Renggpass waren einfach traumhaft. Der Wald schützte vor der Hitze und so kam ich gut voran. Vom Renggpass folgten dann ein paar extrem saftige Steigungen. Da war fast schon Klettern angesagt! Nach dem Chrummhorn war aber das Gröbste vorbei und so konnte ich im Laufschritt weiter rennen. Der Wanderweg traversiert dann zur Zahnradbahn rüber. Der letzte Aufstieg ab 1600 müM ist man auf dem Wanderweg von Alpnachstad unterwegs. Zeitlich lag ich im Fahrplan und so konnte ich den Schlussaufstieg auf den Pilatus mehrheitlich wandernd bewältigen und etwas Kraft sparen. Kurz vor 15:30 Uhr war ich auf dem Pilatus. Nach einer Pause von gut 15 Minuten entschloss ich mich weiter nach Gfelle zu laufen.

Die Wanderzeit vom Pilatus nach Gfelle war wie der Aufstieg von Stansstad mit etwas über 6 Stunden angegeben. Mit dem gleichen "Effort" rechnete ich mir 2 Stunden für den Weg nach Gfelle aus. Das würde dann 17:45 Uhr heissen. Mit etwas Reserve 18:00 Uhr. Eine gute Zeit um den letzten Bus in Gfelle nach Entlebuch noch zu erwischen und evtl. vorher noch im Restaurant etwas zu essen oder trinken.

Der nächste Gipfel hiess Tomlishorn. Immer wieder musste ich kurz innehalten und die herrliche Aussicht geniessen. Auf diesem zweiten Abschnitt gab es aber auch immer wieder exponierte Stellen, gesichert mit Seil oder einer Leiter um nicht klettern zu müssen. Beim Rennen sollte man die entsprechenden Stellen also konzentriert angehen. Beim Aufsstieg zum Mittaggüpfi spürte ich langsam die Erschöpfung. Vom vielen Schwitzen hatte ich Lust auf etwas Salziges, hatte aber natürlich nichts Derartiges dabei. Die letzten Gipfel waren die Stäfeliflue und die Blaue Tosse bevor es dann über einen weiteren schönen Trail hinunter nach Gfelle ging. Kurz vor 18 Uhr kam ich beim Restaurant in Gfelle an. Ich hatte schon lange kein so feines Coca-Cola mehr, aber das denkt man bekanntlicherweise nach jeder sportlichen Anstrengung ;-)

Auf den gesamten 24 Kilometer (ca. 2350 Höhenmeter) begegnete ich nur ein paar wenigen Personen, mal ausgenommen die Touristen auf dem Pilatus. Für ein anderes Mal würde ich mir eine Stunde mehr Zeit einplanen, so dass ich an den schönsten Orten noch etwas Zeit zum Verweilen hätte.

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23Aug/124

Mountain Trophy

Seit ein paar Wochen gibt es nun schon die Mountain Trophy. Mammut beschreibt die Mountain Trophy mit folgenden Worten:

mountaintrophyUnter dem Motto "a brand new way of racing" macht die von Mammut unterstützte Mountain Trophy das ganze Jahr zum Wettkampf! Dabei nimmst du am Rennen teil, wann immer du Zeit und Lust hast. Die Strecke einmal unter die Füsse genommen, misst du dich mit den anderen Teilnehmenden oder du forderst dich selbst heraus und greifst deine persönliche Bestzeit am Berg wieder und wieder an.

Zur Teilnahme braucht man ein GPS fähiges Smartphone, eine QR-Code Leser App sowie die Möglichkeit unterwegs auf das Internet zuzugreifen. Ich probierte heute über Mittag den Üetliberg Trail aus. Der Start ist bei der SZU Station Triemli, danach geht es dem Wanderweg entlang bis zuoberst auf den Üetliberg. Die Strecke ist 3.27 km lang mit 370 Höhenmeter.

Vom Büro bis zum Start lief ich mich knapp 20 Minuten ein. Die Startprozedur lief dann wie folgt ab:

  1. Smartphone hervor nehmen, Bildschirm entsperren, GPS aktivieren (falls nicht schon aktiv)
  2. QR-Code Leser App starten und QR-Code auf der Start-Tafel lesen
    Hinweis: Hinter dem QR-Code steckt eine URL
  3. URL über den Web-Browser öffnen und sich auf der Webseite anmelden (Registration sollte man vorher machen)
  4. Die Webseite fragt die GPS Position ab. Am besten der Webseite immer die Erlaubnis erteilen, die GPS Position abzufragen, sonst könnte im Ziel wertvolle Zeit verloren gehen
  5. Danach hat man die Möglichkeit auf der Webseite den "Start" Knopf zu tätigen womit ein Count-Down von 10 Sekunden startet

Nach dem Count-Down startete ich meine Laufuhr und lief los. Ich probierte zügig hoch zu rennen. Teilweise war ich etwas unsicher ob ich auf dem richtigen Weg bin. Es lohnt sich also, die Strecke vorher auf dem Internet gut einzuprägen. Die letzten Meter hatten dann noch ein paar Stufen die erklommen werden mussten. Zuoberst auf dem Üetliberg probierte ich möglichst schnell die Tafel mit den Ziel QR-Codes ausfindig zu machen. Bei den Tafeln stoppte ich meine Laufuhr und führte die Zielprozedur durch, die wie folgt ablief:

  1. Smartphone hervor nehmen, Bildschirm entsperren
  2. QR-Code Leser App starten und QR-Code von der richtigen Ziel-Tafel einlesen (es hat vier davon im Ziel!)
  3. URL aus dem QR-Code im Web-Brower öffnen.
    Da ich mich anscheinend in einer anderen Funkzelle als am Start befand, dauerte es ca. 45 Sekunden bis der Web-Browser endlich eine Datenverbindung aufnahm. Mit Sunrise als Mobilanbieter hatte ich nur "EDGE" Empfang im Ziel. Dementsprechend lange dauerte es bis die Webseite geladen war. Da ich die Startwebseite beim Start nicht geschlossen hatte, wurde ein zweiter "Tab" im Web-Browser geöffnet und ich musste mich nicht erneut anmelden. Auf der Webseite wurde dann die GPS Position erneut abgefragt, dass dauert erstaunlicherweise auch nochmals eine gefühlte Ewigkeit.

Nach 1 Minute und 16 Sekunden meldete dann die Anwendung meine Endzeit von 19:30 min. Die handgestoppte Zeit war 18:14 min. Ich war natürlich etwas enttäuscht, dass die ganze Prozedur so lange dauerte. Das System ist meiner Meinung nach völlig untauglich, da es ja nicht annähernd eine genaue Zeitmessung ermöglicht. Eine Abweichung von 15-20 Sekunden wären meiner Meinung nach verkraftbar, aber so? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man mit einem ganz neuen Handy mit besserer Hardware oder einem anderen Mobilanbieter die Zielprozedur unter einer Minute schaft. Auf der anderen Seite ist mein Handy nicht so schlecht und immerhin läuft dort Android Version 4.1.1.

Aus Sicht von Mammut ist die aktuelle Lösung sicherlich nicht schlecht. Sie müssen einfach eine Webseite programmieren und bei jedem Trail nur einen Start- und Ziel QR-Code hinterlegen. Also relativ kleiner Aufwand. Für den Läufer eignet sich die Lösung wegen der ungenauen Zeitmessung weniger. Da ist das Stempel-System (z.B. bei Swiss-Trophy) doch einiges Anwenderfreundlicher und ermöglicht auch eine genaue Zeitmessung. Also liebe Mammut, entweder gibt es für die Mountain Trophy eine Smartphone App, welche eine genaue Zeitmessung ermöglicht oder ihr führt ein bewährtes System wie die Stempel-Uhr ein, aber das QR-Code, Web-App geflicke taugt in der Praxis nichts. Schade, dass wäre ein tolle Idee, aber mit der aktuellen Umsetzung leider ohne mich.

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30Jun/121

Berglauf

Die letzten Wochen konnte ich wieder regelmässig laufen. Ich laufe jedoch weiterhin nur etwa 40 km bis maximal 50 km pro Woche und verzichte auf intensive und lange Einheiten. Am liebsten laufe ich aktuell kurze Bergläufe. Ich schaue, dass ich pro Woche einmal über den Mittag auf den Uetliberg hochlaufen kann. Von meinem Arbeitsort sind das hin und zurück Total 13 km. Die Strecke bin ich auch diese Woche gelaufen, trotz heissen Temperaturen.

Wenn man dann oben auf dem Uetliberg steht, ist das schon ein tolles Gefühl. Da vergisst man schnell einmal, dass man eigentlich wieder runter zur Arbeit muss ;-)

Blick auf Zürich

Blick auf Zürich

Blick Richtung Buechenegg

Blick Richtung Buechenegg

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11Feb/123

Endlich wieder mal draussen!

Letztes Wochenende habe ich wegen der Kälte aufs laufen verzichtet. Seit mitte Woche wage ich mich wieder nach draussen. Vielleicht hab ich mich an die Kälte gewöhnt oder es sind halt doch die 2-3 °C die den Unterschied zwischen Eiskalt und Kalt ausmachen!

Meinen heutigen Longjog sollte eigentlich der Wanderweg-Route 69 entlang auf den Schauenberg führen. Die Route beginnt in Winterthur und geht nur ein paar hundert Meter von meinem zuhause vorbei. Kurz nach Kollbrunn, ca. nach 10 km und einem langsamen Kilometer in 7 Minuten, verabschiedete ich mich aber von diesem Plan. Zuviel Schnee und ständiges rutschen auf einem schönen aber anspruchsvollen Parcour. So lief ich der nächst besten, leicht verschneiten Strasse entlang. Mit ein paar Ausnahmen waren die weiteren 20 km ziemlich gut laufbar. Nach 30.16 km und 2:33:53h (5:06 min/km) war ich wieder zuhause (Link: Garmin Connect)

Clive_Rose_GettyDanach folgte noch ein Eisbad in der Badewanne (Link: After Exercice Ice Bath - Does It Help Recovery?)! Ich lass kaltes Wasser einfüllen und setz mich dann 5 Minuten in das kalte Wasser..brrr. Im Sommer ist es einiges angenehmer, nach dem Laufen die Beine im Brunnen abzukühlen, wenn es sonst schon heiss ist. Aber ich finde, dass hilft dermassen gut, dass ich darauf nicht verzichten will :-)

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