Seckle Daniels Laufblog

15Mrz/100

Trainingslager 2010

Seit meiner kurzen Laufpause konnte ich das Training wieder ohne nennenswerte Probleme aufnehmen. Die Leiste hat sich nicht mehr gemeldet und trotzdem war ich beim einten oder anderen Training etwas nervös. Beim 35 km Longjog vom Samstag hat sich dann auch nie wirklich ein Laufhochgefühl eingestellt ;-)
Wie auch letztes Jahr bin ich heuer für eine Woche in Alcudia, Mallorca am rennen. Das Wetter dürfte die ganze Woche schön sein bei rund 15°C, also ideal zum laufen und faulenzen. Letzteres bestimmt etwas mehr meinen Alltag, da ein Lauftraining pro Tag und zusätzlich ein paar Laufübungen oder ein kurzer regenerativer Lauf am Sandstrand nicht all zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem will ich nicht mehr Zeit ins Training investieren, da ich mit dem Hintergedanken an die Leistengeschichte zuviel Respekt von einer Verletzung habe und daher auf Regeneration setze.
Machmal frag ich mich, warum ich überhaupt hier bin, denn so wichtig ist mir dieses Jahr der Zürich Marathon gar nicht. Auf der anderen Seite ist es halt einfach schön, der kalten Schweiz zu entfliehen und neben dem Laufen viel Zeit zu haben um in den Tag hineinzuleben.

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23Mai/090

Long-Jog als Steigerungslauf

Das Trainingslager in Andalusien ist schon wieder vorbei. Es ist das erste mal, dass ich nach einem Marathon so früh wieder qualitative Trainings gemacht habe. Ich habe viel Input bekommen wie ich meinen Laufstil verbessern kann. Da ich in absehbarer Zeit keinen mir wichtigen Wettkampf geplant habe, werde hoffentlich genügend Zeit haben das gelernte im Training zu üben.

Zum Abschluss der Trainingswoche gab es einen Long-Jog. Ich habe das erste mal den Long-Jog als Steigerungslauf absolviert. Ich spielte zwar auch früher oft mit dem Tempo und laufe den Long-Jog hinten raus schneller, aber die Umsetzung wie in Andalusien war für mich bis jetzt einmalig. Es fing mit 2.7km Einlaufen an, dann folgten vier Runden à 5.85km mit einem Schnitt von 4:21min/km, 4:14min/km, 3:59min/km und am Schluss mit 3:49min/km. Das war dann schon fast Marathonpace. Ich hab mich gefragt, ob sich die Long-Jogs nach Greif immer so anfühlen? Dort läuft man ja am Schluss oft nahe der Marathonpace. Das Training beendete ich mit einem ganz lockeren Auslaufen von 3.9km. Der Puls war logischerweise viel höher als bei einem normalen Long-Jog. Auf der letzten Runde bei der letzten Steigung schnellte er bis auf 181! Rekordhoch für die ganze Woche. Das schaffte ich weder im Intervall-Training noch in den Hügelläufen.
Für den Long-Jog als Steigerungslauf nehme ich vor allem zwei Dinge mit. Erstens, macht es Sinn dieses Training auf einem Rundkurs zu absolvieren und zweites werde ich das nächste mal etwas verhaltener Laufen ;-)

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21Mai/090

Laufen und soennele

Seit Samstag bin ich nun in Andalusien in den Laufferien mit Viktor Röthlin und seinem Team. Letztes Jahr war ich kurz vor dem Zürich Marathon in diesen Laufferien und legte den Fokus viel stärker auf das Training. Dieses mal geniesse ich vor allem die Sonne und besuche oft Alternativtrainings (Wassergymnastik, Nordic Walking etc.).

Zwischendurch gab es aber auch ein paar harte Einheiten. Sei dies Marathonpacetraining oder Intervall-Training. Mit meiner aktuellen Form bin ich sehr zufrieden. Ich muss diesen Sommer unbedingt ein paar kürzere Fun-Wettkämpfe machen, wenn das so gut geht :-)

Leider schmerzt mir seit gut 2 Wochen die rechte Leiste. Eigentlich verspüre ich den Schmerz seit ich mit Nordic Walking angefangen habe. Ich denke, es kommt vom langen Schritt. Das soll nicht heisse, dass Nordic Walking ein ungesunder Sport ist. Ich war wahrscheinlich einfach zu wenig gut Erholt und hab gleich mit 3h Touren angefangen. Bekomme ich den Schmerz diese Woche nicht spürbar besser in den Griff, so nehme ich nächste Woche eine Laufauszeit. Alternativen gibt es ja genügend. Mein Aqua Fit Kurs ist am Montag. Biken und Rennvelo fahren kann ich auch noch gehen und im Fitness Center gibt es auch ein grosses Angebot.

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17Mrz/09Off

Rueckblick Trainingslager

Seit Samstagabend bin ich wieder in der Schweiz. Das gute Wetter haben wir gleich mitgebracht. Ich renne hier ja momentan auch mit kurzen Hosen rum :-) (oder zumindest mit 3/4 Hosen).
Im Vergleich zu früheren Jahren habe ich den Trainings-Umfang dieses mal nur leicht erhöht obwohl ich ja viel mehr Zeit zum trainieren hatte. Schlussendlich wollte ich gut ausgeruht in die nächsten Trainings starten können. Vielleicht war es ein Fehler am zweiten Tag den Longjog (38km) von vorgegeben 4:29min/km in 4:18min/km zu laufen. Diese Belastung spürte ich die darauffolgenden zwei Tage noch etwas. Kommt noch hinzu, dass ich voller Enthusiasmuss an diesen Tagen jeweils zwei Trainings absolvierte. Das war dann eben etwas zu viel und ich musste auf einen normalen Umfang von einem Training pro Tag reduzieren.
Das angepasste Tempo ist typisch für die letzten Wochen, wo ich öfters nach Gefühl und weniger nach den Vorgaben von Vicsystem lief. Als Beispiel, am Montag gab mir Vicsystem 6 x 1.6km à 3:40min/km vor mit jeweils Trabpausen dazwischen. Die schnellen Einheiten sind eher langsam wenn man berücksichtigt, dass ich in in Bremgarten 11km in 3:30min/km gelaufen bin und das auch nicht ausgeruht. Das gelaufene Tempo habe ich dann nach empfundener Intensität dosiert. Ich nahm an, dass ich etwas schneller unterwegs sein würde. Am Schluss waren es im Schnitt 3:31min/km. Heute fühlte ich mich trotzdem wieder sehr gut, das Regenerative Training konnte ich locker ohne schwere Beine absolvieren.
Fazit, momentan lohnt es sich für mich nach Gefühl zu trainieren. Jetzt warte ich eigentlich nur, dass Vicsystem meine Marathonprognose von 2:43h nach unten korrigiert, aber das System lässt sich hier seit Wochen Zeit...

Nachfolgend ein paar der gelaufenen Strecken als Idee, für alle die in Alcudia ein Lauftraining absolvieren wollen.

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13Mrz/090

Alpines Trailrunning auf Mallorca

Der Berg "Talia d'Alcudia" (444 Meter) ist eine klare Erscheinung hier in der Gegend und war mein heutiges Ziel. Ich wusste im Vorfeld nur, dass es einen Wanderweg auf den Gipfel gibt aber die genaue Strecke und Länge kannte ich nicht. Ich nahm 5 Euro mit und wartete auf den Bus bei der nächsten Haltestelle vor dem Hotel. Ich wollte mir den Weg ins Städtchen Alcudia sparen, was für Hin- und Rückweg jeweils 5-6 Kilometer bedeutet. In Alcudia angekommen schlenderte ich zuerst durchs Städtchen, kam noch beim Touristen-Informationsbüro vorbei und schnappte mir einen Prospekt mit Karte zu der Wanderung. Die Dame sagte mir noch, dass diese Wanderung einen Tag in Anspruch nehmen würde. Hmm...ich war etwas verunsichert, ich wollte ja keine 30 Kilometer rennen. Ich entschloss mich trotzdem loszulaufen, ich könnte ja immer noch umkehren wenn es zu weit werden würde.


Größere Kartenansicht

Solange ich mich an den Wanderweg hielt war alles klar Beschriftet, sogar mit Kilometertafeln. Vor dem wirklichen Aufstieg war ich in "Coll Baix" angekommen. Von da an war es ein steiniger steiler Wanderweg auf den Gipfel, so wie man es aus den Alpen kennt. Teilweise musste ich jetzt den Weg im Geröll suchen. Schade verwenden die hier keine Wanderweg-Farbmarkierungen aber wenigstens konnte ich mich an 1-2 Steinmandli orientieren wo es unübersichtlich wurde. Auf dem Gipfel dann die tolle Aussicht. Auch etwa 10 Deutsche hatten es bis nach oben geschaft. Komisch, dass ich beim rauf- und runterrennen sonst fast niemandem begegnete!

Auf dem Rückweg verliess ich irgendwann den Wanderweg und lief der geterten Küstenstrasse entlag nach Mal Pas und dann nach Alcudia. Insgesamt waren es am Schluss 17 Kilometer auf einer wunderbaren Strecke. Das war die schönste Laufstrecke dieser Ferien und ich glaube, es gäbe noch viele mehr zu entdecken.

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