ZKB Ruetilauf 2010
Bei sehr warmen Temperaturen fand der 3. Rütilauf 2010 statt. Die Strecke ist coupiert und führt bis nach Jona. Obwohl ich den Lauf noch nie gemacht habe, kannte ich jede Bodenwelle, da ich die letzten Jahre durch meinen Wohnort in Jona, ständig in dieser Gegend unterwegs war. So, konnte ich mein Rennen sehr gut einteilen. Bereits nach einem Kilometer hatten wir Läufer unseren Platz gefunden und in der Reihenfolge sollte sich bis ins Ziel fast nichts mehr ändern. Ich hatte von Kilometer 6 bis 8 leichtes Seitenstechen, wurde dabei überholt und der Abstand zur nächsten Gruppe erhöhte sich auch etwas mehr. Kaum hatte ich mich erholt, konnte ich das Tempo wieder erhöhen und meine alte Position zurückerlaufen. Danach lief es mir immer besser und 1.5 KM vor dem Schluss konnte ich zur vorderen Gruppe aufschliessen. Nach ein paar Metern des kurzen Überlegens entschloss ich mich von der Gruppe abzusetzen und es nicht auf einen Endspurt ankommen zu lassen. Das gelang mir prima. Ich lief mit einem starken Finish in 41:43min (3:42min/km) und als Gesamtrang 11 ins Ziel.
Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden und ich hatte auch unglaublich viel Spass dabei. Ich hätte gehofft eine tiefere 41er Zeit zu laufen, aber ich denke bei den Temperaturen liefen alle etwas langsamer. Mit dem Gesamtrang und dem 5. Kategorienrang lief ich für mich sehr gut. In der Euphorie meldete ich mich gleich noch für den nächsten Zürilaufcup (ZKB) Lauf von nächster Woche an, den Türlerseelauf bei Affoltern am Albis
Rennbericht K78 SwissAlpine 2010
Am Vorabend vor dem Start war ich relativ nervös. 78.5 km und +-2260 Höhenmeter, auf was hab ich mich da eingelassen, waren die Gedanken. Im Vorfeld habe ich eine Richtzeit-Tabelle für mich erstellt (Siehe unten). Die Endzeit habe ich nicht schlecht eingeschätzt, doch die Abschnittszeiten stimmten nicht ganz.
Ich bin schneller als geplant losgelaufen. Das lag daran, dass mir empfohlen wurde nicht zu langsam zu starten, denn einen Einbruch werden alle haben. Also warum vor dem Einbruch zu stark schonen! Mein Einbruch kam ca. bei Kilometer 45. Mein Magen spielte verrückt und ich konnte keinen Schritt mehr rennen, so starke Magenkrämpfe verspürte ich. Mit meinem Motto "Just for Fun" war zu diesem Zeitpunkt auch fertig. Unter "Just for Fun" verstand ich nicht mit Schmerzen zu rennen und so wanderte ich den ganzen Weg zur Keschhütte hoch. Auch wenn das Terrain es zwischendurch erlaubt hätte zu laufen war mir die Lust dazu vergangen. 2 Kilometer vor dem höchsten Punkt (Keschhütte 2635 m.ü.M) hatte jemand mit mir Erbarmen und spendierte mir ein Cola Fläschli. Durch das Cola konnte ich mich vollständig erholen und als ich auf der Keschhütte war, ging für mich das Rennen ein zweites Mal los. Ich lief den Rest der Strecke problemlos und ohne weitere Zwischenfälle ins Ziel nach Davos. Das war ein besonderes Erlebnis, sich von einer Krise so erholen zu können.
Vom Gigathlon hab ich gelernt mich gut auf die Hitze einzustellen und so konnten mir die hohen Temperaturen nicht mehr viel ausmachen. Für ein weiteres Mal muss ich mir aber einen Plan für meine Magenverträglichkeit zurechtlegen. In Bergün, wo die K78 Teilnehmer einen Gepäcksack deponieren können würde ich auf jedenfall auch Cola einpacken. Insgesamt war der K78 ein riesen Erlebnis. Im Gegensatzt zu einem Städtemarathon wo es um Sekunden geht hat man auf einer so langen Strecke Zeit für einen Schwatz und an den Verpflegungsstationen darf man sich ruhig auch etwas ausruhen. Mit meiner Einstandszeit von 7:15h bin ich auch sehr zufrieden. Momentan weiss ich aber noch nicht, ob ich mich dieser Prüfung erneut stellen möchte.
Gigathlon 2010
Spontan bin ich über das Wochenende für einen verletzten Läufer am Gigathlon 2010 in Thun eingesprungen. Bisher hatte ich diesem Event nicht grosse Beachtung geschenkt, doch seit meiner Teilnahme muss ich gestehen, dass ich dies einen tollen Anlass finde und wohl nicht das letzte mal dabei war.
Ich war im ODLO-Top-Team als Läufer dabei. Wir hatten ein sehr starkes Team und kamen am Schluss auf den fünften Schlussrang in der Team-Of-Five Kategorie. Mit meiner Leistung war ich aber nicht zufrieden. Der Lauf am Samstag über 31 km mit ca. 900 Höhenmeter bei sehr heissen Temperaturen hat mich total "ausgesteinlet". Teilweise torkelte ich nur noch vor mich hin und nur mit Mühe und einer enttäuschenden Zeit lief ich die Strecke zu Ende. Die Strapazen sah man mir wohl noch lange an und ich denke, dass ich mich vom Hitzeschlag auch am Sonntag noch nicht vollständig erholt hatte. Die Strecke am Sonntag war aber einiges versöhnlicher für die Läufer (19 km, ca. 300 Höhenmeter) und so gelang der Lauf den Umständen entsprechend recht anständig.
Gelernt habe ich vor allem auch für den in etwas mehr als 2 Wochen stattfindenen Swiss Alpine Marathon K78:
- Da ich die Strecke am K78 nicht kenne, werde ich sehr verhalten starten. Etwas langsamer als an einem Longjog, wohl um die 5 min/km.
- Ich habe mir eine leichte Tächlikappe gekauft. Diese will ich an den Verpflegungsstationen ins Wasser eintauchen lassen und so einen kühlen Kopf bewahren.
- Eventuell teste ich noch mit dem T-Shirt herum. Die Wahl steht zwischen Eng oder Singlet-Shirt. Der Vorteil eines engen Shirts sehe ich, dass rübergeschüttetes Wasser den Körper etwas besser kühlen kann.
- Unbedingt die Anzahl und Abstände der Verpflegungsposten merken und notfalls selber etwas mitnehmen (z.B. Trinkgurt)
Mein Training für den Swiss Alpine Marathon ist sozusagen abgeschlossen. Diese Woche erhole ich mich mehrheitlich noch von den Strapazen vom Gigathlon. Nächste Woche bin ich in den Ferien am Wandern und dann folgt die letzte Woche vor dem K78. Ich denke, dass ich trotz den lockeren letzten Tage bereit sein werde für den K78. Mein Ziel ist es den Anlass zu geniessen und dafür bin ich fit genug.
Winti Halbmarathon
Ich dachte schon, heute gibt es nur eine lockere Hausrunde! Ich war noch nicht ganz auskuriert vom Kloten Flughafenlauf. Vor allem meine Waden waren noch relativ hart. So korrigierte ich gedanklich meine Ziele auf einen Schnitt von 4 min/km, was immer noch ein gutes Training wäre.
Als ich von Zuhause loslief drückte ich auch gleich auf den "Start" Knopf meiner Laufuhr. Irgendwie dachte ich, dass es eher ein schneller Longjog als ein Wettkampf wird und so wollte ich die Einlaufzeit auch zur Distanz mitzählen. Nach einem Kilometer einlaufen war ich am Start und kurze Zeit später ging es los. Die ersten Kilometer lief ich verhalten im Pulk mit (ca. 3:50 min/km). Nach 5 Kilometer dachte ich schon ob ich meinen Mitläufern vorschlagen soll, sie auf eine bestimmte Zeit zu pacen! Ich kam mir bei dem Gedanken aber etwas doof vor und so lies ich es sein. Mittlerweile war ich gut eingelaufen, die Waden spürte ich nicht mehr. Bis ins Ziel blickte ich nicht mehr auf meine Uhr und hätte schwören können, dass ich mit einem Schnitt von 3:50 bis 3:55 min/km einlaufen würde. Klar, auf den letzten 4 Kilometern habe ich nochmals richtig Gas gegeben, aber als ich auf das Ziel zulief und meine Zeit ablas dachte ich echt, dass etwas nicht stimmte. Lief ich doch glatt in 1:18:44,7h ein! Das ergibt einen Schnitt von 3:43 min/km und der 5. Overall Rang resp. 4. Kategorienrang!
Diese Woche hatte es in sich. Montag Long-Jog, Dienstag lockerer Dauerlauf, Donnerstag Kloten Flughafenlauf, Samstag regeneratives Training meiner Waden zuliebe und heute ein Halbmarathon. Also, ich muss sagen, so unvernüftig und ziellos bin ich wohl noch nie gelaufen! Die nächsten drei Tage versuche ich keinen Laufsport zu machen, das würde mir sicherlich gut tun.
Mit dem Halbmarathon war es aber nicht gemacht. Eine Stunde nach dem Zieleinlauf kam mein nächster Job, Laufstrecke "fötzele". Drei Stunden waren wir unterwegs. Fazit: ca. 90% aller Gels die ich auflas waren von Sponser. Die restlichen 10% sind unbedeutend verteilt auf Power-Bar, Squeeze und Isostar
Kloten Flughafenlauf
Ein Monat ist seit dem Zürich Marathon vergangen. Danach schwebe ich üblicherweise für ein paar Wochen auf Wolke sieben, so dass ich sofort wieder laufen möchte. Nach nur einer Woche Pause fing ich wieder mit leichtem joggen an und dachte schon an die nächsten Wettkämpfe allen voran den Winterthur Halbmarathon. Mein Körper lies mich aber spüren, dass er noch nicht bereit war für schnelle Trainings. So hatte ich nochmals gut eine Woche pausiert und bin seither vor allem Teilstücke meines Arbeitsweges von Winterthur nach Rapperswil gelaufen. Als nächstes Ziel möchte ich die ganze Strecke (ca. 40km) auf einmal bewältigen, aber das ist eine andere Geschichte.
Spontan habe ich mich heute morgen nach Kloten begeben um am Flughafenlauf teilzunehmen. Ich dachte schon, dass ich wohl der einzige Nachanmeldeläufer sein werde, aber nicht so, das verregnete Wetter scheint uns Läufern nichts auszumachen und es gab etliche Nachanmeldungen. Auf der Hinfahrt hab ich mir überlegt, was wohl für ein Resultat heraus schauen könnte, all zu viel erwartete ich nicht. Ich hoffte aber auf einen Kilometerschnitt von 3:40 min/km.
Um 10:00 Uhr startete das Rennen für die Männerkategorien M20, M30 und alle Frauenkategorien über die 17 km. Erstaunlicherweise war die Spitzengruppe nicht so gross. Vor mir liefen nur gerade 9 Läufer! Ich lief etwas zu schnell an und fand meinen Rythmus erst bei Kilometer 4. Inzwischen war sowohl nach vorne und nach hinten eine grosse Kluft und so lief ich mein eigenes Rennen. Je länger das Rennen lief desto langsamer wurde ich. Zum Glück war das kein Marathon! Bei Kilometer 16 wurde ich dann noch von einem Läufer eingeholt aber ich lief zufrieden mit einer Zeit von 1:01:49,0 ins Ziel (Schnitt 3:38 min/km).
Die nächsten zwei Tage werde ich nur jeweils ein kurzes Footing machen und am Sonntag geht es dann an den Start des Winterthurer Halbmarathons. Ich hoffe, dass ich dort mit einem 3:45 min/km Schnitt einlaufen kann.
Meiner Laufform würde es gut tun wieder etwas strukturierter zu trainieren. Wie gesagt, bis zum heutigen Tag waren alles nur "lockere Dauerläufe" seit dem Zürich Marathon. Da ich aber momentan gar keine Wettkampfziele habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich dazu motivieren kann. Vielleicht laufe ich nochmals 1-2 Monate nach Lust und Laune weiter und schau dann nochmals!




