Rennbericht Zuerich Marathon 2011
Fast sah es nach dem perfekten Rennen aus, doch auf den letzten Kilometern ging mir etwas die Luft aus. Trotzdem finishte ich in erfreulichen 2:41:11h.
Ich wollte vom Start an mein eigenes Tempo durchziehen. Vor allem zu Beginn eines Marathons gibt es immer ein paar Laufgruppen. Ich lief jedoch in meinem Tempo und fühlte mich grossartig dabei. Insgesamt bin ich wohl um die 40 Kilometer alleine gelaufen! Eine kleine mentale Krise hatte ich zwischen Kilometer 10 und 15. Da hatte ich zum ersten mal Zweifel ob es mit den 2:40h klappen könnte. Ich konnte die Stimmung aber wieder ins Positive kippen. Zwischen Kilometer 20 und 30 hatte ich meine beste Phase. Es lief fast wie von alleine. Die Halbmarathonmarke passiert ich in 1:19:47,8h, ein paar Sekunden Vorsprung auf die geplannte Durchgangszeit von 1:20h. Bis Kilometer 36 sah alles immer noch perfekt aus. Zwischenzeitlich war mein Vorsprung auf meine Marschtabelle auf gut 35 Sekunden angestiegen. Doch dann ging mir langsam der Saft aus. Vielleicht hab ich mich zuwenig verpflegt? Oder lag es an den verpassten Longjogs? Ich weiss es nicht und das spielt ja eigentlich auch keine Rolle mehr. Ich konnte den Schaden noch ein zwei Kilometer in Grenzen halten, doch dann kam der Hammermann. Wie in einem Boxkampf war ich stehende K.O. und schwankte in den Seilen, während dessen mir der Gegner noch ein rechter Hacken an den Kopf ballerte. Alle die am Schluss noch für mich gefant haben und ich hab nicht reagiert... Sorry, ich hab die letzten 3-4 Kilometer nicht mehr viel mitbekommen
In der Schlussphase hab ich erkannt, dass es mit den 2:40h vorbei sein würde, trotzdem war ich im Ziel sehr zufrieden mit dem Rennen. Ich hab mich über weite Strecken toll gefühlt und die Endzeit ist ja in dem Bereich ausgefallen, welche ich vermutet habe.
Jetzt darf ich meine Speicher wieder füllen. Danke Jacqueline für den tollen Lindt Hasen
Rennbericht GP Duebendorf
Ich hatte eine sehr gute Laufwoche. Den Trainingsumfang hab ich bereits stark reduziert. In dieser Woche komme ich noch auf ca. 65-70% vom Umfang gegenüber letzter Woche. Am Dienstag hatte ich ein Intervall-Training was sehr gut verlief und heute den GP Dübendorf mit dem ich auch sehr zufrieden bin.
Vor dem Start hab ich noch mit ein paar erfahrenen Marathonis gesprochen. Wie schnell ich den heutigen Lauf angehen soll, war meine Frage. Die Meinung war, wenn du gut trainiert hast, dann lass es laufen aber "beiss" nicht.
Mit dieser Taktik bin ich dann auch losgelaufen. Das Marathon-Tempotraining war also auf die Seite geschoben. Die ersten 4 Kilometer liess ich mich von den anderen ziehen. Danach fiel das Tempo ein wenig ein und ich lief bis Kilometer 7 der Gruppe voraus. Es folgte ein hin und her des Führenden, auf den letzten Kilometer gab es noch ein, zwei Ausreisser für einen Endspurt. Ich lief sehr zufrieden in 35:45 min auf den 8. Kategorienrang. Auf meiner Garmin Uhr hatte ich 10.17 km was ein Schnitt von 3:31min/km ergeben hätte. Offiziell waren es aber nur 10 km, also ein Schnitt von 3:35min/km. Wie auch immer, ich hatte einen guten Lauf hinter mir.
Beim Auslaufen hatte ich immer noch lockere Beine. Ich glaube, heute hab ich es nicht übertrieben. Nächste Woche reiss ich mir kein Bein mehr aus, es wird nur noch ein paar kurze lockere Trainings mit ein paar Sprints geben.
Laufsporttag Winterthur
Ich hatte einen tollen Start ins Wochenende. Angefangen hat es mit dem Insomni'hack 2011 am Freitagabend in Genf. Um 3 Uhr Morgen und nach sehr kurzweiligen Stunden "rum häcken" war ich schliesslich im Hotel im Bett. Leider war die Nacht etwas kurz, denn schon bald ging es mit dem Zug zurück nach Winterthur an den Laufsporttag.
Eingelaufen bin ich direkt von der Haustüre aus. Die 11 Kilometer Strecke ist wie fast jede Züri-Laufcup Strecke ziemlich coupiert. Ich habe aber einen guten Rhythmus gefunden und bin sehr zufrieden mit meiner Laufzeit von 38:43 min (Pace 3:31 min/km). Am Donnerstag habe ich noch ein kurzes Intervall mit dem OLCW gemacht, was schon ziemlich "gfäggt" hatte. Der heutige Wettkampf war dann das i-Tüpfli
Rangliste Männer 30 (Datasport)
Foto von Doris (www.running-fotos.ch)
Frauenfelder Halbmarathon
Der etwas spezielle Halbmarathon, welcher von Wil nach Frauenfeld führt. Unterwegs hat es überraschend viele Zuschauer die für gute Stimmung sorgen. Der Streckenverlauf ist etwas wellig, geht jedoch mehrheitlich bergab. Insgesamt ca. 200 Meter bis ins Ziel. Es wird ausserdem viel auf Naturwegen gelaufen, so hat man während dem Lauf nie einen zeitlichen Anhaltspunkt wie gut man im Rennen ist.
Bei der ersten Verpflegungsstation habe ich einen leeren Becher erwischt! Gut dass es relativ kalt war und ich nicht so ein starkes Durstgefühl hatte. Ansonsten lief das Rennen ziemlich gut für mich. Als ich bei Kilometer 16 die Gruppe anführte, merkte ich, dass ich mich langsam am Absetzen war. Bis ins Ziel holte ich noch einen Läufer ein und erreichte den Gesamt- und Kategorienrang 5. Ärgerlich war die Verpflegung bei Kilometer 19 wo ich ein Damengrüppli am Verpflegungsstand überraschte und daraufhin stürzte.
Da ich in Frauenfeld nun bereits zum zweiten mal startete, war ich auf das schnelle Ende in der Schlussphase vorbereitet und konnte die Kräfte optimal einteilen. Ich lief mit einer Zeit von 1:13:44h ein (Kilometerschnitt 3:30min/km). Neben den ersten Drei Podestplätzen wurden die Plätze 4 bis 12 mit Naturalien ausgezeichnet. Unter anderem durfte ich 3.5 Kg Bschüssig Teigwaren mit nach Hause nehmen
ZKB Uetliberg-Lauf
Lange war der Start zum Üetliberg-Lauf für mich ungewiss. Anfangs Woche lag ich noch mit einer Magendarm-Geschichte im Bett. Die Woche hindurch plagte mich der Darm, an Laufen war lange nicht zu denken. Der erste Testlauf am Donnerstag ging in die Hose. Am Freitag konnte ich dann 8 Kilometer am Stück laufen ohne Toilettenstopps.
So stand ich etwas ungewiss am Start vom Üetliberg-Lauf. Das Streckenprofil habe ich mir nicht verinnerlicht, was eher ein Fehler war. Die anspruchsvolle Strecke führte dazu, dass das Feld immer wieder gesprengt wurde und sich kaum Gruppen bilden konnten. So kämpfte auch ich fast das ganze Rennen alleine und probierte auf den vorderen Mann aufzuschliessen was mir aber nie gelang
Bei Kilometer 11 versagten dann meine Beine und ich wurde innerhalb eines Kilometers von zwei Läufern überholt. Ich konnte mich danach aber wieder fangen und den Rückstand gering halten. Abgekämpft erreichte ich das Ziel nach 14 Kilometer in 52:04min (3:42min/km) auf dem Kategorienrang 5.
Mit dem Resultat bin ich trotzdem ganz zufrieden. Wie anscheinend schon meine Startnummer 4 andeuten lies, lag ich vor dem Rennen in der ZKB ZüriLaufCup Wertung in der Kategorie B (M30) auf dem Rang 4. Nach der inoffiziellen Rangliste von Martin Job (zlc.martinjob.ch) sollte ich den Rang verteidigt haben





